Bundesfinale der Ruderer - Beide Uerdinger Boote siegreich
„Von dem Rhein bis an die Weser, immer wieder NRW!“
„Von dem Rhein bis an die Weser, immer wieder NRW!“, so schallte es am Sonntag Nachmittag bei der großen Siegerehrung der Ruderjugend über den idyllischen Otto-Maigler-See in Hürth. Völlig erschöpft nach ihrem dreitägigen Wettkampfprogramm, aber überglücklich, feierten die 98 Jungen und Mädchen aus NRW ihren Gesamtsieg beim diesjährigen Bundeswettbewerb, an dem fast 1000 Nachwuchsruderer aus dem ganzen Bundesgebiet teilnahmen.
Zwei Boote des Uerdinger Ruderclubs hatten sich vor drei Wochen bei der Landesmeisterschaft für das Bundesfinale qualifiziert. Die Langstrecke (3000 m) stand am Freitag auf dem Programm, am Samstag der Zusatzwettbewerb, bei dem die jungen Sportler ihre Geschicklichkeit an Land in vielen Disziplinen zeigen mussten und als Krönung folgte am Sonntag die Rennstrecke über 1000 Meter.
Hatte es beim Langstreckenrudern noch nicht so gut geklappt, hier belegten die 2 Boote jeweils mittlere Plätze, so hatte man am Sonntag doppelten Grund zur Freunde: Beide Boote des Uerdinger Ruderclubs siegten in ihren Abteilungen: Der Leichtgewicht-Mädchen-Doppelzweier (92/93) mit Maureen Mederer und Stefanie Gerlach und der Mixed Doppelvierer (93/94) mit Julia und Fabian Geuer, Mara Kölker, Julius Ebner und Steuermann Martin Sauerwald. Lothar Drnec, Vorsitzender der Deutschen Ruderjugend und langjähriger Trainer des Uerdinger Ruderclubs ließ es sich nicht nehmen, den beiden Mannschaften am Siegersteg persönlich die Goldmedaillen zu überreichen.
Groß war die Freude natürlich auch beim Uerdinger Trainergespann Andreas Horster und Benedikt Winzen, die beide auch als Betreuer für das gesamte NRW-Team in der Verantwortung standen und seit Donnerstagabend rund um die Uhr im Einsatz waren. Dass beide nicht nur gute Trainer sind, sondern auch sehr schnell rudern können, zeigten sie im Betreuer-Rennen, das am Samstagabend ausgetragen worden war. Alle 98 Jungen und Mädchen der gesamten NRW-Mannschaft schrieen sich fast die Kehle aus und peitschten so ihre Trainer zum Sieg!
„Ich bin zwar jetzt völlig k.o., aber es war eine tolle Veranstaltung!“, das war auch das Fazit von Andreas Horster. „Alles hat prima geklappt. Das Team NRW war eine verschworene Gemeinschaft, viele Kinder haben neue Freundschaften zu Ruderern der Nachbarvereine geschlossen, die sie bisher nur als Gegner auf den Regatten misstrauisch beäugt hatten.“
Positiv für die vielen angereisten Zuschauer war auch der Streckenkommentar: Von einem Motorboot aus wurden alle Rennen live kommentiert, so dass die vielen Zuschauer stets auf dem Laufenden waren!
